Aphasie


Aphasien sind Sprachstörungen, die nach Erwerb der Sprachentwicklung in Folge von z.B. einem Schlaganfall, einem Unfall oder durch Hirntumoren entstehen können. Die Heilungsprognose ist je nach Störungsbild und Schwere der betroffenen Menschen ganz unterschiedlich. Bei einer Aphasie sind meist mehrere Bereiche der Sprache betroffen. Diese können das Verstehen, die Sprachproduktion (Wortschatz, Satzbau) oder das Lesen sowie das Schreiben betreffen. Zusätzlich können weitreichende und teilweise lang andauernde Folgen für das familiäre, soziale und berufliche Leben der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen auftreten.

Etwa 80.000 Menschen erhalten in Deutschland pro Jahr eine Aphasie. Bei mehr als 1/3 der Betroffenen bildet sie sich nicht vollständig zurück.

Zu den Symptomen zählen u.a.:

  • Sprachautomatismen (häufige Wiederholungen von immer gleichen Aussagen)
  • Satzteilverdopplungen/ -abbrüche, telegrammstilähnliche Sprache
  • Überschießender oder eingeschränkter Sprechfluss
  • Wortfindungsstörungen
  • Erhöhte Sprechanstrengung
  • Eingeschränkte Eigenwahrnehmung

Zu den allgemeinen Zielen gehört die Verbesserung der sprachlich-kommunikativen Fähigkeiten und die Förderung der aktiven Teilhabe am sozialen Leben. Evtl. können alternative Kommunikationsmittel (Sprachcomputer) bestellt werden. Ein angemessener Umgang damit gehört dann auch zu den Therapieinhalten. Auch Angehörigenberatung ist in diesem Bereich wichtig.