Stottern, Poltern (Störungen des Redeflusses)
Stottern
- Die/der Stotternde verliert für Momente die Kontrolle über das Sprechen
- Kernsymptome:
- unfreiwillige Wiederholungen (Ka – ka – ka – katze)
- Verlängerung von Lauten (Mmmmmmaus)
- Blockierungen, bei denen die Sprechbewegung völlig „steckenbleibt“ ( ——– Apfel)
- Begleitsymptome:
- Erhöhte Lautstärke, Flüstern
- Mitbewegung der Arme, Grimassieren
- Ständiges Umformulieren und Ersetzen gefürchteter Wörter, Einschieben von „ähm“
- Abbruch der Äußerung, Vermeidung von Sprechsituationen
> können auffälliger sein als das eigentliche Stottern
- Stottern kann situationsabhängig und phasenweise schwanken; symptomfreie Phasen sind möglich
- Mögliche Folgen: psychische Belastung (Wut, Frustration etc.); Einbezug in Mitleidenschaft der gesamten Familie, wenn die Angehörigen ratlos sind und sich Sorgen machen
- Schweregrad der Stottersymptomatik entspricht nicht immer dem Leidensdruck
- Therapie:
- Wenn ungünstige Strategien zur Überwindung oder Vorbeugung der Stotterereignisse entwickelt werden sollen
- Wenn es zu psychischen Reaktionen kommt
- Wenn Stotternde und ihre Umgebung einen möglichst gelassenen Umgang mit dem Stottern erlernen sollen
Poltern
- Verständlichkeit des Gesprochenen ist durch phasenweise überhöhte Sprechgeschwindigkeit mit Auslassungen und Verschmelzungen von Lauten, Silben oder Wörtern beeinträchtigt
- Viele Satzabbrüche, Umformulierungen, Floskeln, stotterähnliche Redeunflüssigkeiten, Probleme beim Zuhören
- Trotz des Eindrucks von hoher Sprechgeschwindigkeit wird oft nur wenig Inhalt vermittelt
- Polternde Menschen können eigenes Sprechen oft schlecht bewerten